Presseschau: Binnenhafen; Containerboom; Elbvertiefung

Ressorts: Publikationen, Wirtschaft, Hafen — Ingrun Wenge am Samstag, 25. Februar 2006 um 12:44 Uhr

Foto: Krause
Die Elbinseln in den Medien: In loser Folge informiert Elbinsel.net über die mediale Berichterstattung über Veddel, Wilhelmsburg und den Hafen. In dieser Woche mit dem Schwerpunktthema Hafen, steht doch der anhaltende Boom der Containerhäfen wieder einmal im Fokus der Medien.

Das Handelsblatt berichtet über den Konkurrenzkampf der nordeuropäischen Seehäfen. Hamburg, nach Rotterdam der wichtigste Containerhafen in dieser Region, komme nicht um eine weitere Elbvertiefung umhin, wenn es seine Wettbewerbsposition erhalten wolle. Andernfalls gelange der Hamburger Hafen sukzessive ins Hintertreffen, weil internationale Reedereien zukünftig immer öfter Rotterdam ansteuern müssten.
Zum Artikel: www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildh...

Auch die Schweizer NZZ setzt sich mit dem boomenden Containerverkehr auseinander und berichtet über den globalen Verdrängungskampf in der Hafenwirtschaft. So hat die Übernahme von sechs großen US-amerikanischen Terminals durch den arabischen Newcomer Dubai Ports in den USA Empörung ausgelöst, weil die Häfen gemeinhin als Achillesverse bei der Prävention von Terroranschlägen angesehen werden. Die von der NZZ zitierte Washington Post fragt sogar: "Wollen wir wirklich, dass unsere größten Häfen in der Hand eines Landes liegen, wo die El-Kaida ihre Leute rekrutiert?"
Zum Artikel: www.nzz.ch/2006/02/17/wi/newzzEJSGLVLD-12.html

Die taz schreibt anlässlich der Jahrespressekonferenz des Hamburger Hafens über das hiesige exponentiell wachsende Umschlagwachstum. So habe der Containerumschlag in Hamburg 2005 um 15% zugenommen. Hamburg ist damit auf Platz 8 in der Liste der weltgrößten Containerhäfen. Im Artikel wird über die Pläne des Senats berichtet, nach denen bis 2009 ganze 750 Millionen Euro in den Hafenbau fließen werden sollen, wobei ein großer Teil davon in eine erneute Ebvertiefung investiert werden soll. Die vom Senat avisierte Elbausbaggerung soll einen Tiefgang von 14,5 Metern erlauben. Dass dies aber die vorerst letzte Elbvertiefung ist, wagt die taz zu bezweilfen.
Zum Artikel: www.taz.de/pt/2006/01/26/a0061.1/text.ges,1

Das Hamburger Abendblatt nimmt den Boom in der Hafenwirtschaft zum Anlass, um über einen sich anbahnenden Engpass zu berichten. So würden in jüngster Zeit anstelle der Zubringerfrachter mit Platz für 800 Standardcontainer zunehmend größere Schiffe mit Platz für 1500 Containern eingesetzt. Der Nord-Ostsee-Kanal, durch den knapp ein Drittel der weltweit in Häfen umgeschlagenen Güter gehen, hat aber bei 9,5 m Tiefgang seine Obergrenze.
Zum Artikel: www.abendblatt.de/daten/2006/02/24/537000.html

Ebenfalls im Hamburger Abendblatt findet sich ein Artikel über den Harburger Binnenhafen, in dem es um ein architektonisches Großprojekt geht: Noch im Sommer dieses Jahres sollen drei Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von etwa 12000 Quadratmetern fertiggestellt werden. Investor des 20-Millionen-Projekts ist der Geschäftsführer des Harburger Bauunternehmens H.C. Hagemann, der sich schon für den Bau des ebenfalls im Binnenhafen befindlichen High-Tech-Areals "Channel Hamburg" verantwortlich zeigte.
Zum Artikel: www.abendblatt.de/daten/2006/02/23/536635.html

Ingrun Wenge

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