Flamenco in Hamburg

Ressorts: Kultur — Ingrun Wenge am Sonntag, 09. April 2006 um 16:52 Uhr

Wer in den Osterfeiertagen dem Dauerregen entfliehen und spanische Kultur live erleben will, der sollte sich im Bürgerhaus Wilhelmsburg einfinden. Unter der Schirmherrschaft des spanischen Generalkonsuln wird dort das Flamenco Festival Hamburg ausgerichtet, das seit 2003 jährlich zu Ostern in der Hansestadt stattfindet.

Flamenco kommt aus dem südspanischen Andalusien und weist unter anderem vandalische, phönizische, maurische und jüdische Elemente auf. Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Flamenco entscheidend von den Gitanos, andalusische Zigeunern, geprägt. Flamenco besteht traditionell aus Cante (Gesang), Toque (Gitarrenspiel) und Baile (Tanz). Viele der Texte sind über viele Generationen überliefert; Themen sind oft die verlorene oder unerwiderte Liebe, menschliches Leid und die Ungerechtigkeit des Lebens. Eine Besonderheit beim Flamenco ist der Rhythmus, werden doch die meisten Formen nicht im konventionellen 3/4- oder 4/4-Takt gespielt, sondern nach einem 12er-Schema mit je variierenden Betonungen.

Das Flamenco Festival Hamburg beginnt am Gründonnerstag um 20:00 Uhr und läuft sechs Tage lang. Das umfangreiche Programm umfasst sowohl Bühnendarstellungen und Gitarrenkonzerte als auch Vorträge, Filme und Ausstellungen. Weitere Informationen finden Sie auf www.buewi-spezial.de, im Flyer Veranstaltungen sowie im Flyer Workshops.

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