Pegelstand 4. Mai: Hafenquerspange
Hafenquerspange und Stadtentwicklung im Konflikt -
Wie Hamburg von einer Internationalen Planungswerkstatt
„Mobilität, Logistik und Verkehr“ profitieren könnte.
Termin: 4. Mai, 19 Uhr, Flusschifferkirche am Baumwall
Mit: JOCHEN MENZEL (Zukunftsrat HH); GERHARD BOLTEN (Architekt); JOACHIM REINIG (Architekt, Mitglied im Vorstand der Hamburger Architektenkammer); CAROLA VEIT (MdHBü);
CLAUDIUS LIEVEN (MdHBü); JÖRN FROMMANN (MdHBü) angefragt.
Moderation: KERSTIN von STÜRMER
Einladungstext des Veranstalters
Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.:
Hamburg braucht Alternativen zu einer Container-Autobahn mitten durch die Stadt!
PLANUNGSWERKSTATT 2007: "Mobilität, Logistik und Verkehr im Lebensraum Stadt"
Der Containerumschlag boomt. Der Hafen platzt aus allen Nähten. Der Container-transport erfordert neue Verkehrswege. „Deshalb brauchen wir die Hafenquerspange sofort“. So die Handelskammer. Das klingt plausibel. Das will auch der Senat. Das wollten auch frühere Senate so.
Und dennoch gehört die sog. „Hafenquerspange“ zu den Dogmen Hamburger Politik, mit der sie sich entscheidende Zukunftschancen verbaut.
Denn gleichzeitig braucht die Stadt im 21. Jahrhundert den „Sprung über die Elbe“. Die Elbinsel wird als neues Zentrum Hamburgs definiert. Eine Internationale Entwurfswerkstatt hatte 2003 die riesigen Potentiale von Grasbrook, Spreehafen und Co eindrucksvoll beschrieben. Mit einer IBA 2013 sollen einige Planungen schon aufsehenerregende Realität werden. Und genau durch diese „Neue Mitte“, in Hochlage über dem Spreehafen, soll eine Stadt-Autobahn geführt werden? Keine 2 km vom Hamburger Rathaus entfernt?
Hier kommen sich Hafendynamik und Stadtentwicklung massiv in die Quere. Der Widerspruch ist unerträglich, scheint unauflösbar und muss dennoch kreativ und zukunftsweisend gestaltet werden. Städte wie Boston im Osten der USA haben Jahrzehnte gebraucht, um ihre zerstörerische Stadtautobahn wieder loszuwerden. Und auch in Hamburg mehren sich die kritischen Stimmen. Die Architektenkammer forderte jüngst eine Neubewertung und stadtverträgliche Alternativen. Der Architekt Gerhard Bolten schlägt einen Tunnel im Deich als Alternative vor. In der Hafenwirtschaft denkt man über „Hafen-Hinterland-Logistik-Terminals“ und andere innovative Lösungen nach.
Zeit auch für den Hamburger Senat, sich von „tradierten Denkmustern“ und bisherigen Dogmen Hamburger Politik zu verabschieden und im Rahmen des IBA-Prozesses „neue Experimente jenseits von Ja oder Nein“ zu wagen. (Zitate aus „Sprung über die Elbe“ S. 73) Auf einer großen Wilhelmsburger Einwohnerversammlung am 2.2. wurde dazu ein Vorschlag gemacht: Hamburg sollte 2007 eine interdisziplinäre, internationale Planungswerkstatt organisieren mit dem Auftrag, Mobilität, Logistik und Verkehr im Lebensraum Stadt verträglich zu organisieren. Das ist ein Angebot an alle Beteiligten, gemeinsam zukunftsweisende Alternativen zu entwickeln. Wie die ganze Stadt davon profitieren könnte, wollen wir mit unterschiedlichen Gesprächspartnern auf dem Podium diskutieren.
Für diese Thematik gibt es keinen besseren Ort als die Flusschifferkirche, die derzeit am Baumwall vor Anker liegt.
Mehr zur Reihe Pegelstand: www.insel-im-fluss.de
Mehr zum Thema Hafenquerspange: www.hafen-quer-spange.de
Mehr zur Flusschifferkirche: www.flussschifferkirche.de

