Schuppen, Schiffe, Schauerleute

Ressorts: Kultur, Hafen — Ingrun Wenge am Dienstag, 05. September 2006 um 11:05 Uhr

Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September lädt das Museum der Arbeit zu einem Besuch seiner Außenstelle auf dem Kleinen Grasbrook ein. Neben der Ausstellung "Schuppen, Schiffe, Schauerleute" wird in diesem Jahr erstmals auch eine Führung über das Freigelände angeboten.

Wie schon in den Vorjahren laden die Stiftung Hamburg Maritim und das Museum der Arbeit / Hafenmuseum im Aufbau ein zu einem Besuch der 50er Schuppen, wo am Wochenende 9./10. September ein buntgemischtes Programm geboten wird. Auf dem Freigelände und der Wasserfläche, insbesondere aber im Schuppen 50 A gibt es viel zu sehen. Im frisch restaurierten Kopfbau 50 A und im Schaudepot zeigt das Museum der Arbeit Sammlungsgegenstände zur Hafengeschichte, die von engagierten Hafensenioren fachkundig erklärt werden.

Weiterhin gibt es Vorführungen zur Arbeit im Schuppen sowie zum Warenumschlag am Kai. Mit dem Portalkran von 1968 wird draußen am Kai die Beladung historischer Lastkraftwagen gezeigt, Vorführungen zum Containerumschlag mit dem Van-Carrier verdeutlichen den Wandel im Hafenumschlag. Der Schwimmkran SAATSEE von 1917 und der Schutensauger SAUGER IV von 1909 stehen unter Dampf, während im Laderaum der Hamburger Kastenschute eine Ausstellung zur Ewerführerei präsentiert wird. Wieder dabei sind einige historische Hafenfahrzeuge und Gebrauchssegler, auf denen man Rundfahrten machen kann. Und für Kinder ist es immer wieder ein Riesenspaß, mit dem elektrischen Muli-Express durch den Schuppen zu kurven.

Angrenzend an das Schaudepot findet im Schuppen 50 A wieder die erfolgreiche Ausstellung "Schuppen - Schiffe - Schauerleute" statt mit vielen interessanten Ständen. Von Kaffeeröstern über Segelmacher und Takler bis hin zu Fotografen werden rund 40 Aussteller über vielfältige maritime Themen informieren. Der Beschäftigungsträger "Jugend in Arbeit Hamburg e.V." kommt mit zwei historischen Star-Booten, eins wird fertig aufgetakelt im Schuppen stehen, am anderen werden Bootsbaulehrlinge ihre Kunstfertigkeit demonstrieren. Filmvorführungen und Diashows mit historischen Bildern laden zum Ausruhen ein. Gastronom Klaus Gerresheim sorgt wieder für die gute Versorgung mit Speis und Trank.

Erstmals werden Führungen über das Freigelände angeboten, ein Hafenexperte wird nicht nur die historischen Anlagen und Gebäude erklären, sondern weiß auch viel über die alten Stückgutkräne zu berichten. Durch einige gewerblich genutzten Schuppen gibt es Führungen, zu bewundern sind auch die Restaurierungs-Fortschritte bei den Loks und Waggons der historischen Hafenbahn. Und wer das ganze einmal von oben sehen möchte, kann entweder einen Hubschrauber-Rundflug machen oder sich mit einem Hubsteiger in luftige Höhen fahren lassen.

Highlight des Wochenendes wird die Ankunft des hölzernen Ewers HERMANN. Der letzte erhaltene Frachtewer der Niederelbe kommt per Tieflader aus Itzehoe durch den Elbtunnel und über die Köhlbrandbrücke zu den 50er Schuppen. Geplante Ankunft ist Sonnabend 12:30 Uhr, dann wird ein mächtiger Autokran den Ewer neben Kopfbau 50 A absetzen. Dort ist er anschließend zu besichtigen.

Die 50er Schuppen sind am 9. und 10. September von 10 - 18 Uhr für Besucher geöffnet. Zu erreichen sind sie auch über S-Bahn Veddel: 10 Minuten zu Fuß oder mit dem Sonderbus der PVG (HVV-Linie 256) zwischen S-Veddel (Ausgang Hafen) und Steinwerder (Alter Elbtunnel Südseite). Als besonderer Service pendelt ein Barkassenshuttle zwischen Sandtorhöft (U-Baumwall/Niederbaumbrücke) und dem Hafenmuseum im Hansahafen.

Quelle: Pressemitteilung des Museums der Arbeit vom 1. September 2006

Kontakt:

Stiftung Hamburg Maritim, Schuppen 50 B
Australiastraße, 20457 Hamburg
Tel. 040-78 10 48 48

Hafenmuseum im Aufbau, Schuppen 50 A
Australiastraße, 20457 Hamburg
Tel. 040-73 09 11 84

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