Pegelstand 18.1.: Vom Mühlenberger Milliardenloch zum Wilhelmsburger Milliardengrab?
Am Do, den 18. Januar, 19 Uhr Bürgerhaus Wilhelmsburg
Hamburger Standortpolitik zwischen EADS & HQS.
Mit den Autoren Uwe Westphal & Renate Nimtz-Köster
Wird die geplante Hafenquerspangenach der Airbus-Werkserweiterung für den A380 zum nächsten Milliardengrab einer ruinösen Hamburger Standortpolitik?
In Wilhelmsburg will der Senat das umstrittene Autobahnprojekt mit allen Mitteln verwirklichen.
Wie in Hamburg Großprojekte gegen Widerstände von Fachleuten und betroffenen Bürgern durchgesetzt werden, darüber wollen wir mit den Buchautoren Uwe Westphal und Renate Nimtz-Köster diskutieren, die aus ihrem Buch „Das Mühlenberger Milliardenloch – wie ein Flugzeug die Politik beherrscht“ lesen werden. Darin haben der Fachjournalist und die langjährige SPIEGEL-Redakteurin die Hintergründe des Hamburger Airbus-Streits recherchiert und analysiert.
Für die Beteiligung am Bau des prestigeträchtigen Super-Airbus A380 waren die Hamburger Stadtväter zu allem bereit: Bürger- und Naturschutzrechte wurden ausgehebelt, Enteignungsgesetze zugunsten des privaten Airbus-Konzerns geschaffen und Steuergelder in Milliardenhöhe ausgegeben.
Für die Zerstörung der Mühlenberger Elbbucht und die Landebahnverlängerung nach Neuenfelde wurde eigens eine privatrechtlich organisierte Realisierungsgesellschaft (ReGe) gegründet, die nun auch das Planfestestellungsverfahren für die Hafenquerspange bis 2009 auf den Weg bringen soll. Für vorgebliches Gemeinwohl wird hier die nächste halbe Milliarde verplant, die dann für Schulen und Kindergärten und eine Wirtschaftsförderung fehlt, die wirklich dauerhafte Arbeitsplätze schafft.
Mehr zur Reihe PEGELSTAND ELBINSEL: www.insel-im-fluss.de

