Naturreichtum in Gefahr

Im Januar haben die Hamburger Naturschutzvereine und die Loki Schmidt Stiftung ihr gemeinsames Konzept gegen den drohenden Schwund von Natur- und Erholungsräumen in Wilhemsburg vorgestellt. Gefordert wird ein Flächenmanagement, das den Bewohnern zugutekommt und den Naturreichtum des Stadtteils bewahrt. Wilhelmsburg sei mehr als eine "Vorratsfläche für neue Bauvorhaben".
Anlass zu der ungewöhnlichen Zusammenarbeit der verschiedenen Verbände, Stiftungen und Vereine sind die Hamburger Planungen im Rahmen der Leitkonzepte IBA Hamburg, Wachsende Stadt und Sprung über die Elbe sowie weitere Bauvorhaben für das Stromspaltungsgebiet. Hierbei standen bislang Flächenverbrauch und Ansiedlung von Industrie im Fokus.
Das "Zweistromland" zwischen den beiden großen Elbarmen ist etwa 20 Mal so groß wie die Hamburger Altstadt und grenzt sowohl an den Hafen als auch an das Stadtzentrum an. Die Hamburger Behörden überbieten sich seit einigen Jahren mit Entwicklungskonzepten für dieses Schlüsselgebiet, in denen jeweils unterschiedliche Aspekte im Vordergrund stehen. Unter dem gemeinsamen Namen "Arbeitsgemeinschaft Grünes Wilhelmsburg" haben die Initiatoren nun einen Gegenentwurf veröffentlicht.
Die Broschüre "Unser grünes Wilhelmsburg" informiert detailliert über den Naturreichtum und die Besonderheiten von Hamburgs größtem Stadtteil. Die Naturräume des Gebiets werden in Gruppen geordnet dargestellt und einzeln vorgestellt. Anhand zahlreicher konkreter Vorschläge werden Perspektiven für eine sinnvolle Stadt- und Stadtteilentwicklung aufgezeigt. Der Publikation sind zwei regionale Landkarten beigelegt.
Ab sofort ist die Broschüre "Unser Grünes Wilhelmsburg" zum Preis von zwei Euro in der Wilhelmsburger Buchhandlung Lüdemann erhältlich.

Titelseite und Seite 2 der Broschüre "Unser Grünes Wilhelmsburg"
Externe Links zum Thema:
Artikel taz Nord vom 26.01.2007
Gemeinsame Presseerklärung der Verbände
Foto oben: Im Erholungsraum Wilhelmsburger Osten, Teil einer alten Kulturlandschaft

