Hamburger Hafen geht an die Börse
Die Diskussion um eine Teilprivatiesierung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist beendet: Wie Ole von Beust am Dienstag mitteilte, wurde das Bieteverfahren inzwischen gestoppt. Stattdessen sollen rund 30% des Aktienkapitals der HHLA an der Börse angeboten werden. Mit den Erlösen aus dem Börsengang sollen Infrastrukturmaßnahmen bezahlt werden, die in der mittelfristigen Finanzplanung nicht vorgesehen waren.
Die HHLA-Beschäftigten hatten massiv gegen die Pläne zur Teilprivatisierung des Unternehmens protestiert. Zuletzt hatten sie mit einem Überstunden-Boykott gedroht, was den Hafenbetrieb in erheblichem Maße lahmgelegt hätte. Nach den Plänen des Senats sollte die HHLA ursprünglich zu 49,9 Prozent an einen Investor veräußert werden. Nachdem ein Verkauf an die Deutsche Bahn AG im Jahr 2005 gescheitert war, beteiligten sich am Bieterwettbewerb u.a. Dubai Ports World, die australische Bank Macquarie und das Bauunternehmen Hochtief.
Die HHLA ist mit über 4000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Hamburger Hafen. Im Jahr 2006 erwirtschaftete das Unternehmen erstmals über als eine Milliarde Umsatz. Über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ist die HHLA direkt oder indirekt in fast allen Hafenbereichen tätig. Zum HHLA-Bestand zählt auch die historische Speicherstadt und der Fischmarkt in Hamburg-Altona.

