Nicht ohne uns! Kulturinitiativen
in Wilhelmsburg

Ressorts: Kultur, Quartiere — Ingrun Wenge am Sonntag, 24. Juni 2007 um 18:00 Uhr

Podiumsdiskussion am 28. Juni 2007 um 19:00 Uhr im Museum der Elbinsel Wilhelmsburg

Im Rahmen der von der SRL konzipierten Veranstaltungsreihe "Kulturarbeit für und in Wilhelmsburg" findet am kommenden Donnerstag, dem 28.6., eine Podiumsdiskussion statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Unter dem Titel "Nicht ohne uns! Kulturinitiativen in Wilhelmsburg" soll am Donnerstag Abend diskutiert werden, inwieweit lokale Kulturträger an stadtentwicklungspolitischen Prozessen aktiv beteiligt werden können. Denn die örtlichen Kulturinitiativen begreifen sich zu Recht als Experten in Sachen Bürgerbeteiligung, sind sie doch Teil einer Bürgerbewegung bzw. vielfach aus ihr entstanden. Soziokulturelle Einrichtungen sind aktiv in sozialen und kulturellen Netzen, sind im Stadtteil verwurzelt und vor allem sind sie nah dran an der Bevölkerung.

Margret Markert von der Wilhelmsburger Geschichtswerkstatt forderte daher bereits 2004, dass im Rahmen des "Sprungs über die Elbe" die Experten der örtlichen soziokulturellen Einrichtungen an den politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden müssen. Gleichzeitig forderte sie die Stadtteilinitiativen auf, sich in die Planungen einzumischen und diese aktiv mitzugestalten. Denn, so Markert, die Kultureinrichtungen können "die Menschen aktivieren und miteinander vernetzen, die in Wilhelmsburg den kulturellen "Humus" bilden".

In den mittlerweile im Stadtteil fest verankerten Veranstaltungshäusern findet der kulturelle und gesellschaftliche Austausch der Bevölkerung statt. Hier haben vielfältige Interessensgemeinschaften ihren Platz, und nicht zuletzt werden hier Bedürfnisse und Meinungen formuliert und Initiativen entwickelt. Kunst und Kultur bereichert die Lebensqualität im Stadtteil, sie ist Kristallisationspunkt für Anregung und Anstoß, Aufmerksamkeit und Veränderung. Das kreative, das soziale sowie das politische Potential in der Bevölkerung fördert und fordert Veränderung und kann daher in geeigneter Weise auf die stadtentwicklungspolitischen Planungsprozesse eingehen und zu deren Gelingen beitragen.

Daher ist die Beteiligung der örtlichen Kulturinitiativen in dem in Wilhelmsburg anstehenden Veränderungsprozess unerlässlich. In der Soziokultur wird entweder die Akzeptanz durch entsprechende Möglichkeiten der Beteiligung und Mitgestaltung oder die Ablehnung und Gegenbewegung ihren Ausgang nehmen. Soziokulturelle Einrichtungen und auch die Kunst- und Kulturszene können hierbei wie Katalysatoren wirken, was auch die Initiatoren der neuen Veranstaltungsreihe betonen.

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Podiumsteilnehmer sind:

Ursula Falke, Museum Elbinsel Wilhelmsburg
Thomas Giese, Honigfabrik
Bettina Kiehn, Wilhelmburger Bürgerhaus (angefragt)
Elisabeth Richnow, Lädenleuchten
Rolf Kellner, Hafensafari
Gerti Theis, IBA-Hamburg GmbH (angefragt)

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

S-Bahn bis Wilhelmsburg, Metrobus 13 Richtung Kirchdorf-Süd bis Haltstelle Karl-Arnold-Ring.

Anreise mit dem Auto:

Wilhelmsburger Reichsstraße - Neuenfelder Straße - Otto-Brenner-Straße.

Nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe:

Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.
Sabine Bönning
Harkortstraße 42c
22765 Hamburg
Telefon 040 38 615 612
Mobil 0163 38 615 67
Mail@sabineboenning.de

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