Denkmalschutz im Spreehafen
100 Jahre altes Werkstattfahrzeug unter Denkmalschutz gestellt

Der über 100 Jahre alte Lieger „Cäsar“ ist jetzt aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt worden. Er ist das wahrscheinlich einzige im Hamburger Hafen noch erhaltene dieser Arbeits-, Werkstatt-, Kontor- und Wachfahrzeuge, die seit dem 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre fest zum Bild des Hafens gehörten. Das gab heute die Kulturbehöre bekannt.
„Cäsar“ stellt damit im Hamburger Hafen und im geschichtlichen Zusammenhang der Hafentopografie eine Hamburgensie dar.
1902 gebaut und dann von der Ewerführerei Carl Eckelmann genutzt, liegt „Cäsar“ heute am Berliner Ufer im Spreehafen. Er besteht aus einem genieteten Stahlponton mit hausähnlichem Aufbau und beherbergt drei Kontorräume und einen großen Werkstattraum mit Schmiede und Schlosserei.
Als Spezialfahrzeug für den weitläufigen Hamburger Hafen veranschaulicht „Cäsar“ den sogenannten „liegenden Fahrzeugtyp“. Damit erinnert er an die Funktionsaufteilung zwischen Lieger und Ewer. Der Lieger diente als eine Art „schwimmendes Kontor mit Werkstatt“ für den Ewer, das bewegliche Fahrzeug der Ewerführerei.

