IBA: Über 100 Ideen „Made in Veddel“
Acht Ideen für die Veddel und den Spreehafen ausgewählt
Von der „Zollzaunbühne“ für Ausblicke auf den Spreehafen über eine internationale Seniorentagesstätte auf der Veddel bis hin zur Entwicklung des Mode-Labels „Made in Veddel“ – mit über 100 Projektvorschlägen hat sich die Bevölkerung am Aufruf „Ideen für Veddel und Spreehafen gesucht“ beteiligt.
Die IBA Hamburg hatte den Projektaufruf im Oktober gestartet, um das Innovationspotenzial der breiten Öffentlichkeit zu nutzen und die Bürger stärker in die Planung einzubeziehen. Jetzt hat eine neunköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Michael Koch von der HafenCity Universität Hamburg acht Projektideen ausgewählt und zur weiteren Bearbeitung vorgeschlagen.
Der Aufruf für die Projektideen Veddel und Spreehafen war bewusst offen gehalten – von der Umgestaltung öffentlicher Plätze über Kunst- und Beteiligungsprojekte bis zum konkreten Bauvorhaben war alles möglich.
Ausgewählt wurden:
* Auf der Veddel soll eine neue Anlaufstelle für Senioren mit ambulanter Pflege, Senioren-WG und einem internationalen Seniorentreff entstehen. Die Erweiterung des Spielhauses in der Katenweide un die Räume des jetzigen Seniorentreffs ist Teil des Projektes.
* Das Projekt „Spreehafen Landungsbrücken“ sieht einen zusätzlichen Stopp der Maritimen Circle Line im Einfahrtsbereich zum Spreehafen vor.
* Von der „Zollzaunbühne“ an der Harburger Chaussee sollen Ausblicke auf den Spreehafen und auf die Hamburger Skyline möglich werden.
* Ein Mode-Label „Made in Veddel“ soll im Stadtteil hergestellte Kleidung vermarkten.
* Im „Kulturhafen Hamburg-Wilhelmsburg“ am Ufer des Ernst-August-Kanals sollen neue Nutzungen wie Galerien, Ateliers und auch Veranstaltungsräume auf schwimmenden Häusern entstehen.
* Das Projekt „Die verborgene Stätte“ plant die Umnutzung eines stillgelegten Zollhäuschens.
* Die Geschichte des vergessenen „Ballsaals am Elbdeich“ soll aufgearbeitet und präsentiert werden.
* Mit dem Projekt „Kanuterrassen“ sollen Sitzgelegenheiten entstehen, die gleichzeitig als mietbare Kanugaragen dienen.
Von der (Bürger-)Idee zum IBA-Projekt
Die IBA Hamburg GmbH wird nun gemeinsam mit den Projektträgern die Umsetzungstauglichkeit der bislang nur grob umrissenen Projekte weiter prüfen mit dem Ziel, eine Projektvereinbarung abzuschließen. Diese kann finanzielle oder sonstige Unterstützung beinhalten, hält Projektziele und -qualitäten fest und qualifiziert die Idee zum IBA-Projekt. Bis spätestens 2013 sollen alle Projekte realisiert werden. Das ist auch aus Sicht des Bezirks Hamburg-Mitte wichtig: „Denn die Projekte werden den Menschen im Stadtteil nützen und den Sprung über die Elbe von beiden Seiten aus stärken“, meint Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, der Mitglied der Jury war.
Eine Liste mit Projektbeschreibungen und den Ideengebern finden Sie im Internet unter:
www.iba-hamburg.de/veddel_spreehafen
Gepostet von Klaus

